Lagerverkauf

Die besten Lagerverkauf Adressen


Lagerverkauf

Allgemeines zum Lagerverkauf


Sicher hat man diesen Begriff schon einmal im Alltag gehört. Der Lagerverkauf gehört zu für große Teile der Bevölkerung inzwischen zum festen Bestandteil der deutschen Einkaufskultur. Er wird oftmals genutzt, ohne dass wir es merken. Aber um was handelt es sich eigentlich beim Lagerverkauf. Oder besser doch Lagerabverkauf? Beide Begriffe werden parallel benutzt und meinen ein und dasselbe. Kern der Idee des Lagerverkaufs ist der Verkauf der Waren direkt aus dem Lager des Herstellers heraus. Der Gedanke liegt nahe, dass es sich hierbei einfach um einen Werks- oder Fabrikerkauf handelt. Aber bei etwas genauerem Hinsehen entpuppt sich diese Vermutung als falsch. Es gibt zwar einige Parallelen und die Wurzeln weisen in dieselbe Richtung, Aber trotz allem existiert eine klare Trennung zwischen beiden. Lager- und Werksverkauf gehen auf das Bestreben der Unternehmen zurück, nach Möglichkeit die einmal produzierte Ware auch wirklich abzusetzen. Natürlich ist dieses Wunschdenken meist ein Traum der Hersteller, da in aller Regel ein Teil der Waren wieder zu seiner Quelle zurück findet. Gründe dafür gibt es natürlich viele. Auf der einen Seite sorgt die Überschussproduktion dafür, dass sich nicht alle Produktgruppen im angestrebten Umfang verkaufen lassen. Oder die Funktionalität und das Design entsprechen nicht dem Wunsch der Kunden. Das Ergebnis ist aber immer das Gleiche. Nach und nach füllen sich die Lager der Hersteller immer weiter. Und Auslaufmodelle belasten die Bilanzen der Betriebe. Letzten Endes bleiben dem Produzenten nur zwei Wege offen. Er kann die Ware entweder vernichten oder versuchen, auf eigene Faust zu verkaufen. Ersteres ist mit einem zum Teil erheblichem Wertverlust verbunden und wird den meisten Unternehmen sauer aufstoßen. Die andere Möglichkeit, die Produkte selbst an den Mann zu bringen, verspricht wesentlich mehr Erfolg.

Die Artikel werden so meist verbilligt angeboten und finden in aller Regel Käufer, denen es eher darum geht, für ein gutes Produkt moderate Preise zu zahlen. Damit gleichen sich die Zielgruppe des Lager- und Werksverkaufs. Daneben spielt der Lagerverkauf aber noch auf einem anderen Gebiet eine tragende Rolle. Nicht jedes Unternehmen schafft den Absprung aus dem Mittelstand hin zu den Großunternehmen. Gerade in sehr strukturschwachen Gebieten und Zeiten schlecht laufender Konjunktur kommt es vermehrt zu Unternehmenspleiten. Deren Lagerbestände werden schließlich durch den Insolvenzverwalter verkauft, um die Konkursmasse zu erhöhen und Sachwerte in Geldvermögen umzusetzen. Artikel aus dem Wareneinkauf und fertige Produkte werden in aller Regel zu Tiefstpreisen unter das Volk gebracht. Gleiches gilt, wenn Firmen umziehen und sich zum Beispiel verkleinern möchten. Aus diesem Grund müssen natürlich die Lager geräumt werden. Was nicht mitgenommen werden kann, wird nach Möglichkeit verkauft.

Aber auch in anderer Form begegnet uns der Lagerverkauf immer wieder. Bei jeder Bestellung in einem Online-Shop ist sicher den Meisten schon die Möglichkeit aufgefallen, Artikel der Bestellung im Lager selbst abzuholen. Diese Direkt- oder Selbstabholung gehört schließlich ebenfalls zur Form des Lagerverkaufs und bietet den Kunden und Anbietern einige Vorteile. Allerdings fällt uns diese Form des Lagerverkaufs selten als solcher auf.


Vorteile des Lagerverkauf


Kaum eine Form des Einzelhandels bietet dem Verbraucher so viele Vorteile, wie der Werks-, Fabrik- und Lagerverkauf. Aber nicht nur Kunden gehören zu den Gewinnern. Auch die Hersteller und Wiederverkäufer profitieren auf ihre eigene Art und Weise davon. Als Käufer zieht man den größten Nutzen aus dem Preis der Artikel. Diese liegen ja in aller Regel unter dem normalen oder besser früheren Marktpreis. Und da in der Regel nur Markenartikel auf diese Art und Weise noch einmal dem Kunden schmackhaft gemacht werden sollen, findet sich in dem Lagerverkauf so manches Schnäppchen, mit dem man eigentlich nicht rechnen würde. In Online-Shops sieht es auf den ersten Blick natürlich etwas anders aus. Schließlich zahlt der Kunde hier den normalen Preis. Aber durch die Selbstabholung spart der Kunde trotz allem. Nämlich die Versandkosten. Bei kleineren Bestellmengen oder Artikel fallen diese zwar nicht sonderlich hoch. Aber gerade bei sehr großen Produkten steigen die Kosten für die Verschickung zumeist soweit an, dass der Verkauf in manchen Fällen fast schon unrentabel wird. Schließlich wetteifern Online-Shops und der normale Einzelhandel um die Gunst des Kunden.

In welcher Form die Hersteller, Großhändler und Wiederverkäufer von dem Lagerverkauf profitieren können, hängt ganz von den Gründen ab, aus denen dieser erfolgt. Im Vordergrund steht auf jeden Fall die Minderung der Verluste. Gerade alte Artikel und Waren müssten ohne den Lagerverkauf natürlich aufwendig entsorgt werden. Und diese Entsorgung bedeutet auf jeden Fall einen nicht unerheblichen Aufwand für das Unternehmen. Und genau dies kann sich heute kaum ein Betrieb leisten. An dieser Stelle kommt sicher bei so manchem die Frage auf, das die Unternehmen doch die Waren einfach im Lager liegen lassen könnten und später wieder verwenden? Als Antwort sei hier nur ein Wort genannt, nämlich der Lagerzins. Jeder Quadratmeter des Lagers kostet Geld und damit die Artikel. Das Unternehmen optimiert auf diese Art und Weise die Vertriebswege. Auf der Seite der Firmen steht also die Vermeidung zu großer Wertverluste, wenn der Lagerverkauf als Räumungs- abgewickelt wird. Etwas anders sieht die Situation aus, wenn es sich Verkäufe aus einer Konkursmasse heraus handelt. Die Abwicklung gescheiterter Existenzen hat einen eher faden Beigeschmack. Aber selbst hier bringt der Lagerverkauf dem Betroffenen noch Vorteile. Letzten Endes lassen sich die Forderungen der Gläubiger nur mit Geld befriedigen. Zwar entspricht der Verkaufsreis nicht mehr dem Einkaufspreis, spült aber dann doch noch Kapital in die leere Sache.

Die Selbstabholung bietet ganz eigene Vorteile. Der Hersteller muss auf der einen Seite nicht für die Anlieferung aufkommen und gewinnt zusätzlich Kunden, da diese die Versandkosten sparen und von diesen Einsparungen profitieren können. Sie sind eher bereit, ihre Ware online zu bestellen, anstatt sich auf die langwierige Suche im normalen Einzelhandel zu machen. Der Kundenstamm wächst durch diese Geschäftspolitik kontinuierlich an. Zusätzlich erfüllt der Lagerabverkauf noch eine zweite Funktion. Als Kunde hat man die Chance, vor der Mitnahme und dem Bezahlen der Artikel, diese noch einmal genauer in Augenschein nehmen zu können. Gerade beim Kauf technischer Produkte und zusätzlicher Peripherie-Geräte ist dies von großer Bedeutung. Sollten diese nämlich nicht zusammen passen, kann der Verbraucher diese sofort wieder zurück geben. Entsprechend niedriger fällt die Rechnung aus.


Welche Artikel kann ich im Lagerverkauf erwerben?


Grundsätzlich ist es möglich, fast alle bekannten Produkte und Artikel über einen Lagerverkauf zu erwerben. Gerade Modeartikel, wie Hemden, Schuhe oder Hosen, gehören neben Markenelektronik, zu den beliebtesten Warengruppen, die auf diese Art und Weise verkauft werden. Als Verbraucher sollte man sich aber immer darüber im Klaren sein, dass es sich hier in den seltensten Fällen um Produkte handelt, die gerade erst vom Fließband gelaufen sind. In Räumungsverkäufen wird vorwiegend B-Ware und Ladenhüter verkauft. Unter B-Ware versteht der Handel Artikel, die entweder bereits an Einzelhändler ausgeliefert wurden, aber aufgrund der mangelnden Nachfrage wieder zum Hersteller zurück gegangen sind. Gerade die Modebranche unterliegt so starken Schwankungen, dass eine Kollektion heute zum absoluten Verkaufsschlager gehören kann und morgen schon in den Geschäften verstaubt. So findet zum Beispiel die Sommer-Mode des Vorjahres ihren Weg in den Lagerverkauf. Daneben werden seitens der Unternehmen gern Artikel, die nur kleinere Fabrikationsmängel aufweisen dem Lagerverkauf zugeführt. Wichtig ist nur, dass diese Mängel die volle Funktionsbereitschaft der Produkte nicht weiter beeinträchtigen.

Handelt es sich dagegen um einen Konkursverkauf, hat der Verbraucher die Chance, auch fabrikneue Artikel im Angebot zu finden. Was eher selten zur Produktpalette bei einem Lagerverkauf gehört, sind Lebensmittel, da diese nach dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums auf gesondertem Wege zu entsorgen sind. Sicher wird man aber bei einem Lagerverkauf auf so manches Schnäppchen stoßen. Zum Beispiel die Winterjacke aus dem letzten Jahr, die aber noch vor 12 Monaten einfach viel zu teuer war.


Worauf muss man beim Lagerverkauf achten?


Für die Verbraucher steht immer wieder die Frage im Raum, auf was man als Käufer bei einem Lagerverkauf achten sollte. Viele Kunden lassen sich im ersten Moment von den niedrigen Preisen blenden und greifen zu, ohne sich vorher über die Konsequenzen Gedanken zu machen. Wie gestalten sich zum Beispiel die Verkaufs-Bedingungen. Schließlich handelt es sich bei den Artikeln um Auslaufmodelle und B-Ware, die bereits im Handel erhältlich war. Zusätzlich können an den Produkten kleinere Mängel auftreten. Aber gerade bei technischen Geräten zählen letzten Endes für den Kunden die Garantieleistungen immer bei der Kaufentscheidung mit. Aus diesem Grund bieten die meisten Betreiber der Lagerverkäufe ihren Kunden das übliche Gewährleistungsrecht mit allen Serviceleistungen. Allerdings sollten die Geschäftsbedingungen immer sehr genau studiert werden. Manch ein Anbieter begrenzt bei seinem Lagerverkauf den Zeitraum der Garantieleitungen. Speziell bei Retouren erstreckt sich die Garantie auf nur noch 12 Monate. In diesem Fall entpuppt sich ein offensichtliches Schnäppchen schnell als kleiner Reinfall.

Bei Konkurs- und Räumungsverkäufen ist die Situation hingegen eine vollkommen andere. Erfolgt die Räumung des Lagers bei einem Zwischenhändler, erwirbt der Verbraucher ein neuwertiges Produkt und kann im Garantiefall immer noch an den Hersteller heran treten. Ganz anders, wenn der Produzent selbst insolvent sein sollte. Auch wen die Artikel noch original verpackt sind, kann der Fall eintreten, dass letzten Endes kein Ansprechpartner für die Gewähr von Garantieleistungen zur Verfügung steht. Hier blieben nur aufwendige Reparaturen übrig. Behält man diese Konsequenzen immer im Hinterkopf, bietet der Lagerverkauf ein unbeschwertes Einkaufsvergnügen. Der Betreiber kann aber keine Garantie für die Verfügbarkeit der einzelnen Artikel übernehmen. Aus diesem Grund ist es immer empfehlenswert, sich so früh wie möglich auf den Weg zu machen. Es ist wie der Besuch auf einem Flohmarkt. Wer zu spät kommt, hat die besten Stücke bereits verpasst und muss auf eine andere Gelegenheit warten. Gerade die Lagerverkäufe namhafter Hersteller ziehen Scharen von Menschen an. Gerade die Modebranche lockt immer wieder mit solchen Aktionen, um die Reste der alten Kollektionen unters Volk zu bringen. Und die das Verkaufspersonal neigt dazu, den „Laden“ für Besucher zu schließen, wenn der Ansturm zu groß wird. So müssen zum Teil hohe Wartezeiten für den Lagerverkauf eingeplant werden. Und ein weiterer Fakt sollte beachtet werden. Da Wiederverkäufer von dieser Form des Wareneinkaufs ausgeschlossen sind, darf die Menge der Artikel nicht bestimmte Grenzen überschreiten. Ansonsten können die Verkäufer die Mitnahme verweigern und man hat selbst als Privatperson das Nachsehen. Es lohnt sich also nicht, als Verbraucher Socken, DVDs oder Hemden für die nächsten 10 Jahre einzukaufen. Spätestens beim Bezahlen schmilzt die Menge dahin, wie Schnee in der Sonne.

Hat man als Verbraucher über einen Online-Shop eingekauft und möchte seine Artikel direkt vom Lager abholen, ist eines ganz wichtig. Da die einzelnen Anbieter oft mit einem zentralen Lager oder Lieferanten zusammen arbeiten, liegen zwischen der Bestellung ja nach Verfügbarkeit der einzelnen Artikel mehrere Tage, bevor die Bestellung komplett zur Verfügung steht. Aus diesem Grund sollte der Käufer immer warten, bis er die Bestätigung dafür erhält, dass die Ware auch wirklich zur Abholung bereit liegt. Ansonsten ist der ganze Weg und die aufgewendete Zeit für den Weg zum und vom Lagerabverkauf umsonst gewesen. Und der Ärger ist vor programmiert. Ansonsten bieten auch diese Shops die Möglichkeit zum direkten Einkauf über das Lager. Allerdings ist die Produktpalette eher begrenzt und bietet nur einen kleinen Teil des eigentlichen Sortiments.


Wie finde ich die richtigen Adressen?


Da ein Lagerverkauf nicht einfach an jeder Straßenecke zu finden ist, steht immer die Frage im Vordergrund, wie man dazu findet. Zum einen sollte man als Verbraucher immer die Augen und Ohren offen halten. Speziell Einzelhändler werden sicher einige Tage vor dem eigentlichen Beginn des Räumungsverkaufs Werbung in Form kleiner Handzettel oder den regionalen Print-Medien machen.

Sucht man als Verbraucher direkt nach bestimmten Artikel, welche im Werksverkauf angeboten werden könnten, so lohnt sich der Blick ins Internet. Hier finden sich hunderte Seiten, die Informationen zum Lagerverkauf bieten. Auf der einen Seite erfährt man die Adressen und die Öffnungszeiten. Daneben stehen aber auch Hintergrundinformationen zur Verfügung. Zum Beispiel der persönlichen Erfahrung anderer Kunden, die bereits im entsprechenden Lagerverkauf Artikel erworben haben. Dazu bieten Internet-Blogs die beste Möglichkeit. Allerdings ist die Vielfalt der einzelnen Lagerverkäufe so groß, dass die Breite der Palette auf einer einzelnen Seite keinen Platz findet. Am besten sind hier regionale Seiten geeignet, da sicher kein Verbraucher von Hamburg nach München fahren würde. Es sei denn, das angebotene Produkt ist ein absolute Rarität und Sammlerstück.

In Zeiten von E-Bay und dem Web 2.0 sprießen Online-Lagerverkäufe wie Pilze aus dem Boden. Der Verbraucher kann vom Mp3-Player über das Autoradio oder Sicherheitstechnik bis hin zum Kinderspielzeug eine breite Palette an Artikeln auch auf diesem Weg erwerben. Und das natürlich bequem von zu Hause aus. Reinschauen lohnt sich auf jeden Fall.