Outlets

Die besten Outlet Adressen


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Allgemeines zu Outlets


Das System der Outlet-Stores war schon vor der Entwicklung des Center-Prinzips in den USA bekannt. Es geht dabei im Wesentlichen um die Bündelung der einzelnen Outlets an einem Standort. Damit vereint ein Outlet-Center die Vorteile der Fabrikverkäufe mit der zentralen Lage eines großen Einkaufszentrums. Die Begriff des Werks- oder Fabrikverkauf ist dabei ein wenig irreführend. Es handelt sich nicht um Verkaufsräume, die direkt dem Unternehmen angegliedert sind, sondern erfahren eine räumliche Trennung. Die ersten Experimente zu diesen Zentren wurden bereits 1971 im US-Bundesstaat Pennsylvania gemacht und bestanden am Anfang aus einer einfachen Konzentration der Outlet-Geschäfte. Dabei spielten die Standortbedingungen nur eine untergeordnete Rolle.

Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass dieses Konzept in den nächsten Jahren weiter verfolgt wurde. Die Betreiber waren ständig darum bemüht, die Outlet-Center zu verbessern. In immer stärkerem Maße wurde Wert auf den richtigen Standort gelegt. Typischerweise umfasst umfassen die Zentren ein Einzugsgebiet von drei Millionen Einwohneren, die nicht mehr als eine Autostunde entfernt wohnen. Bedingt durch die Größe liegen sie meist außerhalb der Städte in den Randbezirken und verursachen damit sehr hohe Verkehrsströme. Die meisten Kunden kommen mit dem eigenen PKW und nutzen nur in sehr seltenen Fällen die öffentlichen Verkehrsmittel. Im Laufe der Jahre etablierten sich in den Vereinigten Staaten immer mehr dieser Outlet-Center. Mitte der 80iger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden ähnliche Zentren auch in Europa gegründet. Das erste Outlet-Center entstand in Frankreich. Allerdings war die Entwicklung von Land zu Land sehr unterschiedlich. Die einsame Spitzenposition belegt Großbritannien. Deutschland fungiert als Schlusslicht in der Kette der europäischen Outlet-Center und hat noch einigen Nachholbedarf. Als besonders günstig könnten sich die Zentren in Zeiten einer angespannten Lohnsituation entwickeln. Allerdings hat der Gesetzgeber der freien Entfaltung bereits durch die Raumordnungspläne einige Steine in den Weg gelegt. Vorrangiges Ziel dieser Maßnahmen scheint der Schutz der städtischen Kommunen und des Einzelhandels zu sein.

Im Laufe ihrer Geschichte haben die Outlet-Center einen tiefgreifenden Strukturwandel durch gemacht. Die Einrichtung der frühen Märkte kann als primitiv bezeichnet werden. Oft fehlten Umkleidekabinen oder gar die Terminals zum bargeldlosen Zahlungsverkehr. Die sollte sich aber bereits innerhalb kurzer Zeit ändern. Die Betreiber versuchten neben ihrem eigenen Markt das Umfeld der Zentren ansprechend zu gestalten, um mehr Besucher an zuziehen. Neben Restaurants entstanden Kinderbetreuungseinrichtungen und andere Dienstleistungen, mit denen das Bestreben verbunden war, die Verweildauer der Kunden beträchtlich zu erhöhen. Damit sollte sich der ursprüngliche Charakter Outlet-Center grundlegend verändern. Bald stand nicht mehr nur der reine Charakter als Verkaufsfläche im Vordergrund. Die Kombination aus Freizeitgestaltung und Shopping schuf eine eigene „Kultur“, die eng mit dem Begriff des Erlebniseinkaufs oder smart Shopping verbunden ist. Der Gipfel dieser Entwicklung mündet in eine neue Form der Einkaufszentren, den Value-Centern, die nur noch zu 50% dem eigentlichen Einkauf dienen. Die andere Hälfte ist Dienstleistungen, der Gastronomie und anderen Sparten des Einzelhandels vorbehalten. Damit verschwimmen gerade in den USA die Grenzen zwischen Outlet und Einzelhandel. Grund für die Veränderungen ist unter anderem das Erreichen einer Sättigungsgrenze auf Seiten der Verbraucher, die speziell in den Vereinigten Staaten bereits erreicht ist. Und im Gegensatz zum deutschen Markt hat sich hier eine Outlet-Kultur unter den Anbietern entwickelt, von der wir hier noch lange träumen werden. Allerdings ist es mit der reinen Ausrichtung auf den Preise der Markenartikel nicht getan. Da der Verbraucher ähnliche Produkte in Form von billiger Importware meist auch wesentlich günstiger im normalen Einzelhandel findet, haben die Betreiber neue Konzepte entwickeln müssen, um die Zielgruppe auf besondere Art und Weise anzusprechen. Der Trend zielt vor allem darauf ab, dass sich die Outlet-Zentren vor allem an Kunden orientieren, Wert auf imageträchtige Artikel zu dennoch erschwinglichen Preisen legen. In dieser Form richten sie sich vor allem an einen jüngeren Personenkreis zwischen Mitte 20 und Ende 50. Die gewachsene Mobilität und das Mehr an Freizeit sorgen dafür, dass gerade diese Gruppe besonders vom Charakter der Outlet-Center angesprochen wird.

Wie die Entwicklung weitergeht, bleibt abzuwarten. Gerade der deutsche Markt spielt nach anderen Regeln als in den USA. Allerdings kann die Zukunft im groben vor gezeichnet werden. Sicher werden auch hierzulande verstärkt sogenannte Value-Center eine Rolle spielen, die eine perfekte Symbiose aus Erlebnis und Einkauf bilden. Diese können sich aber nur denn entfalten, wenn Städteplaner mitspielen. Fakt ist, dass die Entwicklung bei uns immer noch in den Kinderschuhen steckt.


Wichtig – die richtige Outlet Adresse


Vor dem Einkauf in einem Outlet bleibt nur noch eine wichtige Frage zu klären. Wie finde ich einen Outlet-Store? Natürlich kann man sich auf die Mundpropaganda unter Freunden und Bekannten verlassen. Oder geht einfach offenen Auges durch die Stadt. Eine wesentlich einfachere Methode bietet dagegen das Internet. Man kann einfach und bequem über eine der Suchmaschinen nach den Webseiten der Hersteller und Betreiber von Outlet-Stores suchen. Hier finden sich in der Regel auch Informationen über die nächstgelegenen Standorte der Geschäfte.

Gerade wenn man auf der Suche nach einem bestimmten Produkt verschiedener Marken ist, bietet sich die Suche der richtigen Adresse über das Internet an. Als potentieller Kunde kann man sich so schnell einen Überblick über das Sortiment des jeweiligen Outlets verschaffen und sieht so auf einen Blick, ob der gewünschte Artikel überhaupt zu haben ist. So wird einiges an Zeit und Weg gespart. Der Einkauf wird viel zielgerichteter und lässt sich auch durch den Konsumenten wesentlich einfacher steuern. Einfaches Beispiel für diese Outlet-Stores sind Matratzen-Shops und Textil-Outlets, die sich nicht nur auf eine einzige Marke beschränken. Neben der Suche nach dem Standort, bietet sich das Internet auch für Preisvergleiche zwischen den einzelnen Outlets an, da ein Teil des Produktkatalogs mit Preis online eingesehen werden kann. Das World Wide Web bringt also auch hier einige Vorteile mit sich.


Bedeutung des Outlet


Besonders große Bedeutung kommt dem Outlet auf Seiten der Verbraucher zu. Besonders die momentan angespannte Einkommenssituation weiter Teile der Bevölkerung hat dazu geführt, dass diese Schichten immer bewusster mit ihren finanziellen Mitteln umgehen. Selbst in besserverdienenden Kreisen hat der richtige und sparsame Umgang mit Geld einen neuen Stellenwert erreicht. Damit spielt der Preis eines Produktes wieder eine bedeutende Rolle im Käuferverhalten. Allerdings geht der Trend weg vom bloßen „billig will ich“ hin zu hochwertigen Artikeln zu moderaten Preisen.

Der Verbraucher findet langsam wieder den Weg zur Qualität zurück. Der Bedeutung des Outlet und vor allem der konzentrierten Ansiedlung mehrerer Verkaufsstätten, kommt aber auch noch aus einem Blickwinkel heraus ein gesteigertes Interesse zu. Der Trend aus den USA, eine Verbindung zwischen Einkauf und Erlebnis zu schaffen, gewinnt auch am europäischen Markt immer mehr an Bedeutung. Der Konsument möchte einfach beides miteinander verbinden und sich etwas gönnen. Aus diesem Grund hat sich der Charakter kontinuierlich verändert. Der Erlebnisdiscount wird für die Betreiber und die Besucher immer wichtiger. Die Bedeutung als Erlebniszentren wird zunehmend an Wert gewinnen. Der Trend in Deutschland dürfte sich in eine ähnliche Richtung entwickeln, wie es bereits in den USA der Fall ist. In deren Fokus stehen vor allem Attraktionen und Animationen, mit denen eine bestimmte Zielgruppe gebunden werden soll. Die Absicht der Betreiber geht dahin, die Sog-Wirkung auszunutzen.

Von dem Verkauf der Ware über einen Outlet-Store kann aber auch die Industrie profitieren. Gerade die Hersteller von Markenartikel sparen sich über diesen Vertriebsweg den Umweg über den normalen Einzelhandel und können ihre Konsumenten so direkt ansprechen. Damit kommt dem Outlet eine ganz eigene Bedeutung für die Produzenten zu. Sie können viel direkter mit dem Konsumenten zu und können ihre Kunden durch den verbilligten Einkauf über lange Sicht an ihre Marke binden, da gerade sehr imagebewusste Zielgruppen von dem Einkauf über Outlet-Stores Gebrauch machen. Wohin uns die Entwicklung aber noch führen wird, bleibt abzuwarten. Zwar könnten Outlet-Stores eine bedeutende Rolle in unserem Verständnis des Einkaufs übernehmen und zunehmend an Bedeutung gewinnen. Allerdings versuchen die Kommunen ihre gewachsene Handelsstruktur zu schützen. Aus diesem Grund haben es gerade größere Outlet-Einkaufszentren in Deutschland relativ schwer, da die Baugenehmigungen nicht ohne weiteres erteilt werden und Anwohner immer noch ein Wörtchen mit zureden haben.


Vorteile von Outlets


Sicher träumt jeder von uns davon, sich Markenartikel leisten zu können und dies auch noch zu moderaten Preisen. Gern würden mehr Deutsche Hemden von Hugo Boss oder Tommy Hilfiger tragen und hätten sicherlich auch lieber ein oder zwei Paar Sneakers der Marke Puma oder Adidas im heimischen Schuhschrank stehen. Aber leider bleibt diese Vorstellung für viele weiterhin ein Traum. Eine willkommene Alternative stellen sogenannte Outlet-Stores dar. Im deutschen wird gern auch der Begriff des Fabrikverkaufs benutzt. Aber beide bezeichnen ein und dieselbe Form des Handels. Der Hersteller bietet seine Waren dem Kunden direkt an. Damit spart er sich ein weit verzweigtes Vertriebsnetz und kann seine Artikel auf diese Art und Weise wesentlich billiger anbieten.

Der Kunde profitiert natürlich von dieser direkten Vermarktung. Er kann sich Markenprodukte zu relativ günstigen Preisen leisten. Und erhält trotz allem die gewohnte Qualität. Der Hersteller profitiert natürlich auch von diesem Vertriebsweg, der ihn direkt zu seinen Kunden führt. Da die Preise in seinem eigenen Outlet-Store unter denen des normalen Einzelhändlers liegen, sind die Kunden viel eher dazu bereit, ihr Geld für die Artikel der großen Marken auszugeben. Die Umsatzzahlen der Hersteller steigen. So profitieren beide Seiten von der Entwicklung des direkten Verkaufs der Artikel über Outlet-Stores. Besonders auf dem Sektor von Textilien und Unterhaltungselektronik spielen die Outlets eine immer größere Rolle.


Kritik am Handel über Outlets


Dem Verbraucher bietet der Einkauf von Markenware in einem Outlet-Store oder Outlet-Centern ganz klare Vorteile. Er erhält die Artikel namhafter Hersteller zu einem weitaus günstigeren Preis, als er es aus dem normalen Einzelhandel gewöhnt ist. Aber gerade aus diesem Grund regt sich immer wieder Kritik an diesem Geschäftsmodell. Unmut wird dabei aus verschiedenen Richtungen laut. Natürlich ist diese Form der Direktvermarktung gerade dem Einzelnen Händler ein Dorn im Auge. Schließlich erwächst ihm hiermit eine Form der Konkurrenz, welcher er in der Regel nicht wirklich gewachsen ist.

Große Kaufhaus-Ketten und Discounter können zwar immer noch auf die Outlet-Stores reagieren und deren Wirkung abfangen. Aber gerade sehr kleine Händler, die auf jeden Kunden angewiesen sind, haben darunter spürbar zu leiden. Aus diesem Grund versuchen die Einzelhandelsverbände der Entwicklung Steine in den Weg zu legen. Zu ihren Argumenten gehört unter anderem, dass der Handel über einen Outlet-Store, bzw. über größere Center, die mehrere Shops unter einem Dach vereinen, die kommunale Handelsstruktur nachhaltig stört. Die Abwanderung der Kunden führt deren Meinung nach nur dazu, dass die innerstädtischen Kleinhändler früher oder später nicht mehr in der Lage sein werden, die finanzielle Belastung zu tragen und ihre Läden schließen müssen. Die Folgen dieser Entwicklung liegen ganz klar auf der Hand.

Mit dem Verschwinden der Läden fallen eine große Anzahl Jobs weg und die Zahl der Arbeitslosen steigt überproportional an, da sich neben den Mitarbeitern auch die Ladeninhaber in das Heer der Arbeitslosen einreihen. Damit werden der Staatshaushalt und die Kommunen in stärkerem Masse belastet. Dieser ungleiche Wettbewerb zieht aber noch andere Folgen nach sich. Da sich die meisten Outlet-Center außerhalb der Innenstädte befinden, führt die wachsende Zahl der Geschäftsschließungen auch dazu, dass die Stadtkerne immer weiter veröden. Kaum ein Kunde wird noch die Einkaufsmöglichkeiten in den Städten selbst nutzen, wenn er die gleichen Waren zu einem Bruchteil des Preises an anderer Stelle bekommen kann.

Es findet also eine, durch den Konsum gesteuerte, Migrationsbewegung in die Außenbezirke statt. Da eine solche Entwicklung nicht ohne Folgen für die Umwelt bleibt, ruft die Umwelt-Verbände auf den Plan. Diese fürchten eine steigende Belastung durch die Autoabgase. Da die Infrastruktur in den Randbezirken noch längst nicht so ausgereift ist, müssen die meisten Einkäufer den privaten PKW nutzen, um zu den Outlet-Stores zu gelangen. Gerade die neuen Verordnungen zur Feinstaub-Belastung innerhalb der städtischen Kommunen wird den Umweltverbänden und Städteplanern noch einiges Kopfzerbrechen bereiten. Mit Sicht auf den hohen Flächenverbrauch kommt ein weiteres, ökologisches Problem auf die Betreiber der Outlet-Center zu. Auf der einen Seite muss der Platz erst geschaffen werden und auf der anderen Seite ist der Bau solcher Einkaufszentren nicht immer ökologisch vertretbar. Der Aufwand, was Strom und Wasser betrifft ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen. All diese Gründe haben letzten Endes dazu gesorgt, dass sich die Bundesregierung bereits sehr früh mit der Problematik der Outlet-Center beschäftigt und eine Verordnung erlassen, welche die Voraussetzungen regelt, nach denen der Bau eben dieser Geschäfte genehmigt werden darf. Darin heißt es, dass diese Outlet-Center nur denn gebaut werden dürfen, wenn der geplante Standort der Grundregel des in der Raumordnung festgelegten Systems der zentralen Orte genügt. Auf dieser Grundlage können diese nur den genehmigt werden, wenn es sich bei den Standorten um Großstädte handelt und diese das städtebauliche Bild nicht weiter stören. Aufgrund dieser Entscheidung ist der Ausgang eines Genehmigungsverfahrens immer recht heikel, da neben der Sicht der Städteplaner die Anwohner immer noch Wort bei der Genehmigung mit zureden haben und über gerichtliche Entscheidungen den Ausgang maßgeblich beeinflussen können. Die Kritiker der großen Outlet-Center, die wir aus den Vereinigten Staaten kennen, haben damit anscheinend auf ganzer Linie gesiegt, da alle noch möglichen Standorte für die Bauherren im Wesentlichen uninteressant sind.