Werksverkauf

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Werksverkauf

Allgemeines zum Werksverkauf


Schöne neue Shopping-Welt. Die Schaufenster der Läden in den Innenstädten sind immer prall gefüllt und versprechen dem Konsumenten ein vollkommen neues Image. Das einzige Problem dabei, ist der Umstand, dass durch die meist sehr langen Vertriebswege vom eigentlichen Hersteller bis zum Endverbraucher die Preise um ein Vielfaches steigen. Schließlich will jeder, der mit dem Produkt in Berührung kommt, und es weiter vermarktet, auch sein kleines Stück vom Kuchen. Gerade die Artikel der Marken-Hersteller, wie Puma, Hugo Boss oder Sony sind von genau dieser Entwicklung betroffen. Die Wertschöpfungskette hat für Hersteller und Verbraucher gleichermaßen einen großen Nachteil.

Produzenten können nicht direkt mit ihren Kunden kommunizieren und setzten aufgrund des Preisniveaus nur eine begrenzte Stückzahl ihrer Artikel ab. Und der Verbraucher muss im regulären Einzelhandel meist tief in die Tasche greifen, falls er sich einen Markenartikel leisten möchte. Gerade von dieser Seite besteht seit je her der Wunsch, nach qualitativ hochwertigen Erzeugnissen zum kleinen Preis. Natürlich ist diese Idee nur in einem sehr begrenzten Maße dazu geeignet, auch wirklich umgesetzt zu werden. Es haben sich in den letzten Jahren Konzepte entwickelt, die diesem Wunsch gerecht werden. Eines davon ist der sogenannte Werksverkauf. Im englischen begegnet er uns unter dem Begriff des „Factory-Outlet“. Damit werden Verkaufsstellen und Läden bezeichnet, die in einer engen räumlichen Beziehung zum Hersteller stehen. In der Regel befinden sie sich sogar auf dem Betriebsgelände und können aufgrund dessen direkt dem betreffenden Werk zu geordnet werden. Aus dieser engen Verbindung leitet sich schließlich auch der Name „Werksverkauf“ ab. In der heute bekannten Form zählt der Werksverkauf immer noch zu den Formen des Einzelhandels und hat nichts mit der Vermarktung von Produkten über Großhandelsketten zu tun.

Und wie sollte es anders sein, wurde die Idee in den Vereinigten Staaten von Amerika geboren. Dabei stand an dieser Stelle nicht nur die direkte Vermarktung der Produkte im Vordergrund, sondern vielmehr war den Unternehmen daran gelegen, auch Artikel mit kleineren Fehlern, die sich nicht mehr an Händler verkaufen ließen, an den Mann zu bringen. Eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Entstehung des Werksverkaufs spielte der Amerikaner Harold Alfond. Dieser wurde 1914 geboren und sollte maßgeblich an der Erfindung der Factory-Outlets beteiligt sein. Nach seinem High-School Abschluss startete Alfond seine Karriere in der Schuhindustrie des Staates Maine. Mitte der 50iger Jahre des letzten Jahrhunderts hatte er es schließlich selbst zum Unternehmer geschafft. Aus einer alten Mühle hatte er die Dexter Shoe Company aufgebaut. Er stellte Produkte für verschiedene Märkte her, war aber immer damit unzufrieden, dass einige wenige seiner Kunden seine Geschäftspolitik vorgaben. So entwickelte er eine eigene Linie und begann damit, diese in Outlets im ganzen Staat zu verkaufen. Diese Idee sollte die bisherige Kette der einzelnen Händler in Wanken bringen. Doch damit nicht genug, hatte Alfond noch eine weitere, zündende Idee.

Da seine Fabriken immer wieder fehlerhafte Modelle produzierten, kam ihm schließlich der rettende Einfall. Bisher wurden diese Schuhe immer an die Arbeiter zu einem Spottpreis verkauft. Und diese verkauften sie schließlich wiederum in ihrem Bekannten- und Freundeskreis. Alfond begann als erster Unternehmer damit, diese mangelhaften Modelle in eigenen Shops an den Mann zu bringen. Und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bald sollten die Fabriken nicht mehr genug Nachschub für die Outlet-Stores produzieren. So griff er schließlich auf Auslaufmodelle zurück, die sich noch immer in seinen Lagerhallen befanden. Diesem Geschäftsmodell war soviel Erfolg beschieden, dass die Dexter Shoe Company immer mehr Werksverkäufe einrichtete und letzten Endes in den Konkurrenten willige Nachahmer fand, die einfach seine Ideen kopierten. Heutzutage geht die Entwicklung neuer „Werksverkäufe“ gerade in den USA dahin, dass sich die verschiedenen Hersteller zusammenschließen und ihre Produkte in sogenannten Fabrikverkaufszentren unters Volk bringen.


Wie finde ich zum Werksverkauf?


Der Wunsch vieler Kunden nach Markenartikel, die nicht übermäßig teuer sind, hat eine Entwicklung ausgelöst, an deren Ende die direkte Vermarktung der Produkte durch den Hersteller steht. Diese Idee ist zwar nicht wirklich neu, hat aber gerade durch die relativ gespannte Einkommenssituation vieler Konsumenten einen neuen Aufschwung erlebt. Wie aber findet man einen Werksverkauf. Zum einen bietet sich dem Konsumenten der direkte Weg zum Factory Outlet. Liegt die nächste Fabrik quasi um die Ecke, kann man einfach kurz vorbeischauen, ob die Produkte auch „ab Werk“ angeboten werden. In aller Regel werden die Hersteller, welche über einen Fabrikverkauf verfügen, dies aber auch in den lokalen Medien, wie Regionalzeitungen oder Funk und Fernsehen bekannt geben. Und schließlich ist die Mundpropaganda immer noch der beste Weg, zu den relevanten Informationen zu gelangen, wann und wo die Artikel verkauft werden.

Durch die steigende Verbreitung des Internets und die Erreichbarkeit der Zielgruppe rund um die Uhr, haben auch die Hersteller von Markenartikel das World Wide Web für ihre Zwecke erkannt. Neben der Werbung und den Unternehmensprofilen finden der Nutzer immer Informationen über die Factory Outlets. Die Palette reicht von der Eiscreme über Modeartikel bis hin zu Matratzen. Für jeden Wunsch ist etwas dabei. Wer etwas Besonderes sucht und klare Vorstellungen in Bezug auf den Artikel hat, wird in der Regel schnell fündig werden. Es reicht meist aus, die Website der Hersteller zu besuchen. Hier erfährt man alles über Öffnungszeiten und den Anfahrtsweg. Hat man noch keinerlei Vorstellung davon, was man erwartet, so lohnt es sich sicher, ein wenig zu stöbern. Am besten beginnt man mit einem Suchbegriff, der die Region mit einbezieht. Abhilfe schaffen verschiedene Portale, welche die Informationen zu den einzelnen Herstellern und Factory Outlets bündeln und dem Verbraucher in übersichtlicher Form zur Verfügung stellen. Gerade wenn etwas größere Einkäufe geplant sind, kann man den Radius etwas erweitern. Schließlich wirkt sich die Ersparnis positiv aufs Portemonnaie aus.


Wirtschaftliche Bedeutung von Werksverkäufen


Natürlich wirkt die Möglichkeit, Marken zu moderaten Preisen zu erwerben, auf viele Verbraucher verlockend. Aber je nach der Sichtweise ergibt sich eine andere Bedeutung der Werksverkäufe oder Factory Outlets. Gerade wenn man den Standpunkt der Verbraucher und Hersteller in Betracht zieht, fällt die Bilanz sicher positiv aus. Gerade letztere profitieren davon, dass sie ihren Waren theoretisch ohne Umwege direkt beim Verbraucher absetzten können. Es entfallen somit die Aufschläge für die Transport- und Vermarktungsketten. Außerdem lassen sich über diese spezielle Form des Einzelhandels viel besser fehlerhafte Produkte und Artikel absetzten, die nicht mehr den Ansprüchen des Groß- und Einzelhandels genügen. Schließlich verzeihen die meisten Verbraucher kleinere Mängel. Daneben bietet sich über den Werksverkauf die einzigartige Möglichkeit, auf einfachem Wege Auslauf- oder Vorjahresmodelle, die sonst im Lager liegen oder vernichtet würden, doch noch unters Volk zu bringen. Schließlich erfüllen Jeans, die unbeschädigt von Einzelhandel wieder zurück kommen, immer noch ihren Zweck. Somit sichert der Werksverkauf dem Unternehmen noch einen gewissen Restwert seiner Produkte.

Die Bedeutung für die Verbraucher liegt ganz klar auf der Hand und muss an dieser Stelle sicher nicht weiter ausgeführt werden. Es steht der Erwerb von Markenware zu einem guten Preis im Vordergrund.

Etwas anders gestaltet sich dagegen die Situation für den Einzelhandel. Nicht umsonst heißt es in einem Sprichwort so treffend, „des Einen Freud, des Anderen Leid“. Je stärker ein Unternehmen vom Werksverkauf profitieren kann, umso beunruhigender werden die Auswirkungen für die einzelnen Händler. So positiv die Bedeutung im Bezug auf die Verbraucher zu bewerten ist, umso negativer fällt sie mit Blick auf den normalen Handel aus. Kaum ein Einzelhändler wird mit den Preisen, die in Factory Outlets üblich sind, mithalten können. Zwar hat sich der Handel inzwischen mit der Idee des Werksverkaufs arrangieren können. Aber trotz aller Duldung sind diese Läden immer noch den meisten Einzelhändlern ein Dorn im Auge. Speziell der Zusammenschluss zu sogenannten Verkaufszentren hat in den letzten Jahren gerade in Deutschland für Unruhe gesorgt und neben den Handelskammern und Verbänden auch die Umweltschützer sowie die Politik auf den Plan gerufen. Sicher ist ein Teil der Argumente nicht unbegründet. Gerade die Verödung der Innenstädte ist nicht unbedingt von der Hand zu weisen. Von dieser Entwicklung wären vorwiegend die kleineren und mittelgroßen Händler bedroht gewesen.

Und weniger Kundschaft bedeutet weniger Umsatz und damit auch weniger finanzieller Spielraum. Eine solche Entwicklung führt auf lange Sicht dazu, dass der Sektor des Einzelhandels massiv von Geschäftsschließungen und dem Verlust der damit verbundenen Arbeitsplätze betroffen wäre. Die Gegner versuchen immer wieder von neuem, die Ansiedlung der Verkaufszentren zu verhindern, da die Sogwirkungen einen eher unerwünschten Strukturwandel nach sich ziehen würden. Ein weiteres Contra-Argument ist die Sorge, dass die Betreiber der einzelnen Outlets neben der Mangel- und 1b-Ware auch hochwertige Produkte aus dem aktuellen Sortiment anbieten würden. Zwar lässt sich dies vertraglich unterbinden, inwiefern es sich aber wirklich kontrollieren lässt, ist fraglich. Aus diesem Grund haben sich Kommunen und die Politik zu drastischen Maßnahmen entschlossen. Die neuen Verordnungen und Raumordungspläne legen der Entstehung großer Fabrikverkaufszentren, wie sie in den USA zu hunderten entstanden sind, Steine in den Weg, die den Bau für die Betreiber-Gesellschaften unattraktiv machen. Aus diesem Grund bildet Deutschland bei dieser Vermarktungsform auch das einsame Schlusslicht. Betrachtet man die europäische Statistik, so führt Großbritannien unangefochten mit über 30 Verkaufszentren auf Platz 1. Damit ist die momentane Bedeutung eher gering, ein Großteil des Handels wird immer noch über den normalen Vertriebsweg abgewickelt.


Was bringt der Werksverkauf?


Die Frage, nach dem Nutzen des Werksverkaufs lässt sich schnell in wenigen Worten erklären. Der Verbraucher hat auf jeden Fall nur Vorteile. Auch wenn es sich bei den Markenartikeln nur um Auslaufmodelle oder Mangelexemplare handelt, hält der Konsument immer einen Markenartikel in den Händen und keine Billigprodukte aus asiatischer Produktion. Er kann sich damit sicher sein, dass er auf jeden Fall ein Stück Qualität erwirbt. Wer als Verbraucher Wert auf Markenartikel legt, findet in den Factory Stores sicher genau das Richtige. Damit ist der Kunde auf jeden Fall der große Gewinner beim Werksverkauf. Wer jetzt aber denkt, dass er sich über einen Werksverkauf größer Mengen sichern kann und diese einfach weiterverkauft, hat leider das Nachsehen. Die Hersteller sind dazu angehalten, nur Mengen abzugeben, die auch wirklich dem Eigenverbrauch dienen. Und da größere Mengen, wie zum Beispiel 50 elektrische Zahnbürsten stark nach Wiederverkauf riechen, kann es passieren, dass der Kunde vom Outlet-Personal abgewiesen wird. Aber trotz allem liegt der Nutzen ganz klar beim Verbraucher. Der Hersteller geht aber auch nicht leer aus. Es gelingt ihm, mangelhafte Ware trotzdem noch unters Volk zu bringen. Der Wertverlust fällt so viel geringer aus. Gleiches gilt für eine Überproduktion, die sonst in den Lagern liegen bleiben würde und keinen Käufer findet. Allerdings ist der Verkauf an einige Bestimmungen gebunden. So darf der Hersteller nur dann Werbung für seinen Werksverkauf machen, wenn es sich wirklich darum handelt und er seine Produkte direkt vermarktet. Sobald Zwischenhändler auftreten, kann von einem Factory Outlet nicht mehr die Rede sein.


Welche Firmen nutzen den Werksverkauf?


Den Werksverkauf unterstützen fast alle Firmen, deren Waren im normalen Einzelhandel zu finden sind. Die Palette reicht vom einfachen Markenturnschuh bis hin zur Stereoanlage oder einem Markenparfüm. Schließlich entstehen überall fehlerhafte Produkte. Die Hersteller nutzen die Outlet-Stores dazu, um ihre Waren direkt an den Kunden zu verkaufen. Sie umgehen mit dieser Strategie den üblichen Vertriebsweg über den Einzelhandel. Dadurch sinken die Preise für Markenartikel zum Teil beträchtlich. Eine besondere Bedeutung hat der Verkauf von Markenartikel über den Werksverkauf oder die Outlet-Stores in der Textil-Branche. Hemden, Hosen, Jacken und t-Shirts machen einen Großteil der Werksverkäufe aus, dicht gefolgt von Schuhen. Aber natürlich lässt sich fast jedes andere Produkt in dieser Form an den Mann bringen. Oder besser die Frau. Schließlich nutzen vor allem sie die Möglichkeit zum Shopping in Form der Factory Outlets.

Gerade die Mode-Industrie blickt auf eine etwas längere Geschichte zurück, was den Werksverkauf betrifft. Schließlich wurde in dieser Branche das Konzept durch einen amerikanischen Schuhhersteller erfunden. Wer als Konsument allerdings Billig-Produkte aus China oder Indien sucht, wird sicher lange suchen müssen, bevor er Erfolg hat. Für diese Firmen lohnt es sich in der Regel nicht, ihre Artikel als Werksverkauf anzubieten. Letzten Endes dürfte der Weg zum Produzenten auch etwas weiter ausfallen. Diese einfachen Produkte gehören eher in den Angebotskatalog der Discounter. Im Allgemeinen gehören eher Firmen, welche Markenartikel herstellen zu den Betreibern der Factory Outlets. Inzwischen zählen selbst Lebensmittelhersteller in die Gruppe derer, die einen Outlet-Store ihr Eigen nennen. Genannt seien hier nur bekannte Eiscreme-Hersteller oder Molkereien, die entweder über einen festen Shop oder eine einfachen Verkaufsstand verfügen.